Rally-Obedience
ist im Hundesport eine  Trendsportart. Rally-Obedience stammt aus den USA und wurde im Jahre 2000 von Charles "Bud" Kramer entwickelt und vorgestellt.Es kombiniert Elemente aus dem traditionellen Obedience mit charakteristischen Merkmalen aus dem Agility:

  • durchgängige Vorführung ohne Richteranweisungen
  •  vielfältige Kommunikation zwischen Hund und Hundeführer
  •  wechselnde Parcours von Wettkampf zu Wettkampf

Es gibt keine festes Laufschema wie in den anderen Sportarten, sondern der Richter schafft einen Übungsverlauf, indem er Übungsschilder an verschiedenen Stellen im Parcoursfeld platziert.

Diese Schilder werden aus einem für die jeweilige Klasse festgelegten Übungskontingent (24 bis zu 300!) ausgewählt und können frei kombiniert werden. Auf jedem Schild stehen Symbole, die für eine an dieser Stelle geforderte Übung steht. Aufgrund der Schilder, die dem Team den Weg durch den Parcours weisen, wurde der Name Rally-Obedience gewählt.

Seit 2014 gilt in Deutschland das Regelwerk des VdH.

Es kann dort heruntergeladen werden.

Die Prüfungsklassen entsprechen denen des traditionellen Obedience und werden um eine Seniorenklasse ergänzt, in der Hunde ab einem Alter von         8 Jahren starten dürfen. Auch behinderte Hunde werden in Prüfungen zugelassen. Auf Antrag können die Parcours entsprechend angepasst werden.

Ein Team beginnt in einer Prüfung mit 100 Punkten. Davon abgezogen werden die Fehlerpunkte an den einzelnen Stationen. Gewertet wird nach Fehlerpunkten und Zeit. Die Zeit, die einem Team für die Bewältigung eines Parcours zur Verfügung steht, beträgt in der Regel 4 Minuten.

Der Hundeführer darf während der Prüfung ständig mit dem Hund kommunizieren. Dieser darf jederzeit angesprochen, motiviert und gelobt werden. Bis Klasse 1 darf der Hund mit oder ohne Leine geführt werden und es sind am Ende bestimmter Übungen auch Futterbelohnungen zugelassen.        In den Leistungsklassen 2 und 3 wird immer ohne Leine gelaufen. Futterbelohnungen sind stellenweise erlaubt.

Die Ergebnisse beim Rally-Obedience werden nicht in der Leistungsurkunde des Hundes eingetragen, sondern in einer sog. Turnierkarte, die von jedem Team zur Prüfung mitgebracht wird.

Für die Qualifikation zur nächst höheren Klasse benötigt man einmal ein Ergebnis von mindestens 90 Punkten oder dreimal mindestens 70 Punkten.

Wer kann Rally-Obedience machen?
Grundsätzlich kann jeder Hundeführer mit seinem Hund Rally-Obedience machen, sofern er Freude am exakten und präzisen Arbeiten hat und in der Lage ist, seinen Hund ausreichend zu motivieren. Beginner müssen keine BH-Prüfung haben – aber auf diesem Niveau sein. Wie im traditionellen Obedience gilt es, in einer Prüfung möglichst wenig Punktabzüge zu bekommen und die Übungen so perfekt wie möglich zu zeigen.

Beim Hundesportverein Kornwestheim gilt daher für das Rally-Obedience-Training wie auch für das Obedience-Training:

  •  Es ist keine Alternative zur Basis-Ausbildung!
  •  Wir trainieren mit dem Ziel, die Teams zur Wettkampfreife   (=~Prüfungsreife) zu führen
  •  Es wird sehr viel Wert auf exakte Fußarbeit und korrekte Ausführung der Positionen gelegt
  •  Ein Wechsel von Rally-Obedience ins Obedience und umgekehrt soll jederzeit möglich sein, daher gilt der gleiche qualitative Anspruch im Training

 

 

Übungsleiter und Ansprechpartner:

 

Kurt Nitschke (Tel.: 07141/218369)